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Erhalt des Werkbeitrags des Kt.Luzern 2016
Einladung 11.11.16


Erhalt des Kulturpreises 2014 der Gemeinde Hochdorf
Einladung
Portrait LZ



john voirol neue solo cd ich allein
von Pirmin Bossart und Ken Waxman (pdf)


Kurzfassung:
Die Momente 1 – 12 auf Voirols Album lassen eine innere Notwendigkeit spüren. Sie fallen präzise ein und verschwinden im Nu. Dazwischen entfaltet sich die elementare Klangarbeit des Saxophonisten."Ich habe mir für diese Aufnahmen vorgenommen, an nichts zu denken und mich total vom Moment leiten zu lassen. Einfach im JETZT zu sein. Diese bewusst hergestellte Leere war die Form, in die er seine Assoziationen fliessen liess. Das Album ist eine Art Werkschau seiner Erfahrungen, die sich explizit als musikalische Momentaufnahme ausdrückt. Das ist dem Musiker hervorragend gelungen P.B.

Die reine Improvisation allein - ohne irgendwelche vorgefassten Planungen - enthüllt immer noch ganz nackt das, was ein Musiker ist, in Bezug auf Feuer und Fähigkeit. Dies ist der Grund, warum die CD ich allein von John Voirol so bemerkenswert ist.
Meisterhaft kontrollierter Blasdruck und verzerrtes timbre, die er durch sein Sax murmelt haben ihre Vorform in frühem Cantus planus. In ähnlicher Weise hat das luftige Tenorsaxophon Vibrato seinen respektvollen Ursprung in Ben Websters Phrasierung. Manche der kürzeren Titel zeigen, wie er mit einer Vielzahl von erweiterten Techniken wie slap tongue, kreischendes „Aufschreien“, Zirkularatmung und Multiphonics umgeht. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dieses Album nur von „mir allein” wertgeschätzt werden wird.   K.W.

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JAZZWORD REVIEWS

CD "ich allein" Tagi Christoph Merki Dez.2013 (pdf)

NLZ Portrait Pirmin Bossart März 2014 (pdf

Konzert Kunstraum Hermann Hochdorf
(Kritik: Christian Schürer 25.9.2014)




Gregorianik und Saxophon Improvisationen im Dialog

Jazz Vesper
Franziska Brücker - voc, Jonas Beck - btb, John Voirol - sax
André Flury - words
14.Mai, 17.& 22. Juni, 24.September 2017 in Berner Kirchen

Psalmen sind verdichtete Lebenserfahrung, Suche nach Sinn, Schrei in tiefster Not, knallharter Protest gegen Unrecht, Psalmen sind Selbsterkenntnis und Selbstfindung, Loblieder auf das Leben, Gotteslob, Vertrauen & Hoffnung trotz allem. Psalmen sind zweieinhalbtausend Jahre alte jüdische Gebete, von christlichen Kirchen, Klöstern, Musik und Literatur vielfältig aufgenommen. Die modernen Jazzinterpretationen von John Voirol lassen die urtümliche Kraft der Psalmen emotional erfahrbar werden.

Interview mit John Voirol
jazzvesper 2016 – Berner Pfarrblatt Nr. 22

Mystik und Jazz – wie passt das zusammen?
Mystik hat mit „geheimnisvoll“ und „Spiritualität“ zu tun. Beides ist im Jazz enthalten in den spannungsvollen Harmonien und in der Improvisation, dem kreativen Weg zum Ziel, der oft durch unvorhersehbares und spontanes Agieren im JETZT bestimmt wird.
Ist es für Sie und junge JazzmusikerIinnen etwas Besonderes, in einer Kirche zu spielen?
Ja, da die Kirche für unsereins nicht der alltägliche Konzertraum ist. Zudem ist die Kirche ein besonderer Kraftort und bietet eine besondere Akustik.
Gibt es keine Schwellenängste?
Schwellenangst kann überall vorkommen, wo Neuland betreten wird. Da der Jazz den wir spielen spirituelle Musik ist, lebendig, mit direktem Bezug zu religiösen Texten, passt er sehr gut in Kirchen und gibt keinen Anlass Aengste zu entwickeln.
Was bedeuten Ihnen Psalmen?
Psalmen wiederspiegeln u.a. Hoffnung, Vertrauen, Zorn, Liebe, Würde.
Diese Nomen waren zur Zeit der Bibelschreibung aktuell und sind es heute noch.
Löst es bei Ihnen etwas aus, wenn Sie uralte Psalmen vertonen?
Ja, die Psalmen enthalten viele Gedanken und Wahrheiten, die ich mittels meiner Musik
vermitteln möchte.
Was bedeutet Ihnen Jazz? (oder: Wie sind Sie persönlich zum Jazz gekommen?)
Jazz ist die Musik der Improvisation und die Improvisation ist für mich existenziell. Als ich John Coltrane’s „My Favorite Things“ und „A Love Supreme“ das erste mal hörte, war ich von dieser Musik so ergriffen, dass ich um jeden Preis Jazz-Saxophonist werden wollte.

john voirol new solo album "ich allein (me alone)"
by Ken Waxman and Pirmin Bossart (pdf)

short version:
(…) Improvising alone with no preconceptions still nakedly reveals the sum of a musician’s mettle and skill. That’s why John Voirol’s album ich allein is so notable (…) the bravura flat-line pressure and blurred timbres he murmurs through his sax has its antecedent in early plainsong.  Similarly the breathy tenor saxophone vibrato owes its origin to Ben Webster’s phrasing (…) Some of the shorter tracks are fascinating as they show him dealing with a variety of extended techniques including tongue slaps, strident yelps, contrapuntal recd bites and circular breathing (…) The likelihood of this disc being appreciated by only “me alone” are very slim.  K.W.

The
moments 1 – 12 captured here on Voirol’s Album allow us to experience the depth of their urgency. They fall precisely and then disappear in a flash. In between they unfold into the elementary artistic interpretation of the saxophonist (…) „I decided to free my mind and allow the moment to lead the way. Simply live the NOW. This conscious emptiness is the form, that his music flows into and fills.(…) This CD is a compilation of his vast experience.  It explicitly attempts to seize the moment and interpret it for us into music. The attempt is clearly a resounding success.   P.B.

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